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DHM Judo – 5. Platz für das Team der FAU

Vom 30.11. – 01.12.2019 fand die diesjährige Hochschulmeisterschaft im Judo zum ersten Mal auf dem Sportcampus der Leibniz Universität Hannover statt.

Insgesamt 538 Teilnehmende von 106 verschiedenen Universitäten und Hochschulen hatten sich im Vorfeld für die Meisterschaft akkreditiert, was volle Wettkampflisten und spannende Kämpfe versprechen sollte.

Das Leistungsspektrum der Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichte auch bei dieser Hochschulmeisterschaft wieder vom Breitensportler bis zum Nationalkaderathleten.

Die Wettkampfgemeinschaft der Friedrich Alexander Universität Erlangen Nürnberg und der TH Nürnberg stellte in diesem Jahr insgesamt zehn Judoka, von denen einige auch für den TV 1848 Erlangen in der 1. Judo Bundesliga auf der Matte stehen.

Am Samstag starteten zunächst die Einzelwettkämpfe um die Sieger der insgesamt 14 verschiedenen Gewichtsklassen der Männer und Frauen zu ermitteln.

Bei den Frauen gingen in der Gewichtsklasse bis -57 kg die Athletinnen Carlotta Anemüller und Johanna Bloehs an den Start. Insgesamt 34 Kämpferinnen standen auf der Liste des, bei den Frauen am stärksten besetzten Wettkampfes. Leider erwiesen sich die Gegnerinnen an diesem Tag als zu stark, sodass es zu knappen Auftaktniederlagen kam, die teilweise erst im Golden-Score entschieden wurden.

Bei den Männern ging in der Gewichtsklasse bis -60kg Dominik Röder an der Start und konnte sich mit einer phänomenalen Leistung den Titel des deutschen Hochschulmeisters sichern. Nach starken Kämpfen konnte er im Finale einen langjährigen und ebenbürtigen Konkurrenten schon nach wenigen Sekunden mit Ippon (ganzer Punkt) auf den zweiten Platz verweisen.

In der Gewichtsklasse bis -73kg startete Yannick Himmelspach. Mit insgesamt 81 Teilnehmern war dies mit Abstand das stärkste Teilnehmerfeld. Nach drei souverän gewonnenen Kämpfen, stand Yannick unter den besten 16 Teilnehmern, musste dann jedoch nach einer unglücklichen Niederlage im Golden Score, dass Wettkampfaus hinnehmen.

Bis -81kg starteten dann gleich drei FAU-Athleten. Jesse Berr, Dominic Neumayer und Toni Wachter konnten alle ihre Auftaktkämpfe, in der mit 69 Teilnehmern ebenfalls stark besetzten Gewichtsklasse gewinnen. In der nächsten Runde erwiesen sich die Gegner jedoch als zu stark, sodass keiner der drei einen weiteren Erfolg einfahren konnte.

Die beiden Judoka Hendrik Eichner und Nikolaus Milaev starteten in der Gewichtsklasse bis -90kg. Hendrik Eichnerbezwang starke Gegner und musste seine einzige Niederlage des Tages erst im Viertelfinale hinnehmen und sicherte sich letztendlich einen guten dritten Platz. Nikolaus Milaev konnte sich sogar bis in das Finale vorkämpfen, musste sich hier aber gegen einen Konkurrenten aus der 1. Judo Bundesliga geschlagen geben und belegte damit den starken zweiten Platz.

Nach dem gelungenen ersten Wettkampftag folgte am Abend die legendäre gemeinsame Sportlerparty. Mit Getränken und Musik konnte bei ausgelassener Stimmung bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden.

Am nächsten Tag sammelte sich die Männermannschaft der Wettkampfgemeinschaft Erlangen-Nürnberg um sich mit insgesamt 24 weiteren Mannschaften in den Gewichtsklassen  -66kg, -73kg, -81kg, -90kg und +90kg zu messen.

In den ersten zwei Begegnungen konnte man den Kämpfern die Strapazen des ersten Tages und die stark verkürzte Nachtruhe zum Teil noch deutlich ansehen, was sich jedoch nicht in den Ergebnissen der beiden klaren 5:0 Siegen widerspiegelte.

Der erste harte Brocken wartete dann mit der Uni Rostock im Viertelfinale. Neben Dominik Röder, der in der ungewohnten Gewichtsklasse bis -66kg startete, musste auch Jesse Berr mangels eines echten Schwergewichtlers in den eigenen Reihen, gegen Gegner antreten, die zum Teil 25kg schwerer waren. Nichtsdestotrotz setzte sich auch hier die Wettkampfgemeinschaft Erlangen-Nürnberg durch Siege von Toni Wachter und Nikolaus Milaev erfolgreich durch.

Im Halbfinale setzte es dann gegen die späteren Gesamtsieger der Wettkampfgemeinschaft München auf Grund einiger Unachtsamkeiten eine haarscharfe 2:3 Niederlage.

Enttäuscht durch den verpassten Finaleinzug und durch einige Blessuren geschwächt, konnten die Athleten der Wettkampfgemeinschaft Erlangen-Nürnberg der Mannschaft aus Niedersachsen um die Nationalmannschaftsmitglieder Tim Gramkow und Benjamin Bouizgarne im Kampf um Platz 3 nicht mehr viel entgegensetzen und belegten schlussendlich einen ehrbaren 5. Platz von insgesamt 25 Mannschaften.

Insgesamt ist dem Veranstalter und den vielen ehrenamtlichen Helfern für eine gelungene und reibungslos organisierte Veranstaltung zu danken, die eine hervorragende Werbung für den Judosport war.

Judo Team

Abbildung 1 Die Kämpfer von hinten links nach rechts:: Dominik Röder, Carlotta Anemüller, Johanna Bloehs; von vorne links nach rechts: Hendrik Eichner, Dominic Neumayer, Yannick Himmelspach, Toni Wachter, Jesse Berr (Bild: Ute Johnson)

Text Jesse Berr; Bild Ute Johnson