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Judoka erkämpfen drei Bronzemedaillen bei der DHM

Am Wochenende fanden die Deutschen Hochschulmeisterschaften in Aachen statt. Dominik Röder (TH Nürnberg), Ina Bauernfeind und Sarah Grünewald (beide FAU) bewiesen ihre Klasse in der nationalen Konkurrenz und sicherten sich 3. Plätze. Janina Böhmer, Dominic Neumayer und Sonja Bauer (alle FAU) schafften es nicht in die Platzierung. Die Mannschaft der Damen kam nach zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Rang 7.

In der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm startete Dominik Röder. Im ersten Kampf setzte er seinen Gegner mit beständigen Angriffen unter Druck und gewann mit einem schönen Uchi-Mata und einer Abtauch-Technik. Auch im zweiten Kampf ließ er nichts anbrennen und sicherte sich mit einem Sieg den Einzug ins Halbfinale. Dort kam er nicht nah genug an seinen Kontrahenten heran, um seine Techniken durchzubringen. Eine Minute vor Schluss fiel er und geriet in Rückstand. Sein Gegner verteidigte clever und ließ Röder nicht mehr an sich heran. Damit wurde er ins kleine Finale verwiesen, wo erneut der Kämpfer aus seiner Auftaktbegegnung wartete. Röder ging konzentriert in den Kampf, setzte seinen Griff und warf einen sehenswerten Uchi-Mata. Damit durfte er sich über Bronze freuen.

Ina Bauernfeind stand zum Auftakt im Schwergewicht die Lokalmatadorin Rahel Krause gegenüber. Sie gab alles, doch Krause machte einen taktisch cleveren Kampf und schickte sie mit drei Bestrafungen von der Matte. Im Anschluss zeigte sie wieder ihre Stärke und fuhr zwei vorzeitige Siege ein. Zuletzt stand ihr noch eine schwere Aufgabe bevor. Motiviert durch die vorherige Niederlage setzte sich Bauernfeind anfangs im Griff durch und machte Druck durch Angriffe, doch dann ließ sie nach und fiel kurz vor Schluss. Den 3. Platz hatte sie dennoch in der Tasche.

Sarah Grünewald (-63 kg) erwischte ihre Gegnerin im Auftaktkampf mit einer sauberen Außensichel. Anschließend hatte sie Mühe mit der schnelleren Kämpferin mitzuhalten, ging dann aber einmal konsequent im Boden nach und hielt 20 Sekunden bis zum vollen Punkt. Nun stand das Poolfinale an, wo sie ihre Gegnerin nach einer Minute mit drei Bestrafungen von der Matte schickte. Nun ging es im Halbfinale mit Pauline Wulf gegen eine alte Bekannte, gegen die sie in letzter Zeit nicht ankam. Zunächst hielt sie im Griff gut mit, doch Wulf nutzte ihren Außensichel-Angriff, drehte sich selbst ein und warf. Ihr blieb das kleine Finale, das sie mit einem Würger für sich entschied und ihr die Bronzemedaille sicherte.

Janina Böhmer setzte sich in der gleichen Gewichtsklasse im ersten Kampf durch: Ein Konter und ein Haltegriff brachten sie in den nächsten Kampf. Dort fing sie energisch an, ließ sich dann aber in die falsche Auslage stellen. Damit hatte ihre Kontrahentin Platz und konnte sie zwei Mal werfen. Weil diese anschließend eine Niederlage einstecken musste, durfte Böhmer nicht mehr in der Trostrunde weitermachen.

Sonja Bauer machte in der 52-Kilo-Kategorie einen starken ersten Kampf. Engagiert setzte sie ihren Griff, bewegte ihre Gegnerin und wurde belohnt. Vorzeitig beendete sie den Kampf. Doch die nächsten beiden Kämpferinnen waren dann zu stark für Bauer, die sich nun zwei Mal schnell geschlagen geben musste.

Dominic Neumayer hatte es gleich im ersten Kampf mit dem Nationalkaderathleten Lukas Vennekold zu tun. Neumayer machte es ihm im Stand schwer, ihn zu werfen. Doch der starke Bodenkämpfer drehte ihn auf den Rücken und hielt ihn bis zum vollen Punkt. Weil dieser es nicht ins Halbfinale schaffte, durfte auch Neumayer nicht weiterkämpfen.

Dieses Jahr stellten die Erlanger nur eine Frauen-Mannschaft. Im ersten Kampf gegen Karlsruhe wurde es sehr knapp, doch Maria Nutz, die extra für die Mannschaft angereist war, machte den entscheidenden Punkt zum 3:2. Dann ging es gegen den späteren Turniersieger, die Uni Leipzig. Bauernfeind holte den Ehrenpunkt, ansonsten erwiesen sich die Sachsen als die überlegene Mannschaft. 1:4 musste sich die WG Erlangen-Nürnberg geschlagen geben. In der Trostrunde stand ihnen Aachen II gegenüber. Hier holten Böhmer, Bauernfeind und Bauer die Punkte zum 3:2-Endstand. Im Trostrundenfinale gegen Aachen I wurde nur die Gewichtsklasse bis 63 ausgekämpft. Der Kampf blieb lange ausgeglichen, Böhmer wie ihre Gegnerin griffen an, doch dann kam eine Technik der Aachenerin durch und der Punkt ging an die Lokalmatadoren. So endete die Begegnung 2:3 und Erlangen musste sich mit dem 7. Platz begnügen.

Text: Sarah Grünewald

Abbildung oben links: Dominic Neumayer (-81kg), Janina Böhmer (-63kg), Maria Nutz (-70kg), Ina Bauernfeind (+78kg); unten links: Dominik Röder (-60kg), Sonja Bauer (-52kg), Sarah Grünewald (-63kg); Bild: Ute Röder