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Erlanger Handball Damen und Herren Deutscher Hochschulmeister

Doppelsieg für die Uni Erlangen-Nürnberg

Nachdem zunächst die Männer im Finale das Team der Kieler Christian-Albrechts-Universität mit 23:19 in die Schranken wiesen, machten die Frauen mit einem 21:19-Erfolg gegen die Handballerinnen aus Berlin den Doppelsieg perfekt. Insgesamt 14 Mannschaften spielten von Freitag bis Sonntag an der Ruhr-Universität Bochum die deutschen Hochschulmeisterschaften aus. Heidelberg bei den Frauen und Magdeburg bei den Männern hatten sich zwar für die Endrunde qualifiziert, ihre Teilnahme aber kurzfristig abgesagt. Bei den Herren traten somit Augsburg, Bremen, Stuttgart, Erlangen, Kiel, Gießen und Gastgeber Bochum an. Bei den Frauen spielten Berlin, Bielefeld, Kassel, Konstanz, Erlangen, Kiel und Bochum den Titelträger aus. Freitag und Samstag standen in den Sporthallen der Erich-Kästner-Gesamtschule die Vorrundenspiele auf dem Programm. Bei den Frauen qualifizierten sich Berlin, Nürnberg-Erlangen, Bielefeld und Kiel für das Halbfinale. Stuttgart, Kiel, Erlangen-Nürnberg und Bochum erspielten sich bei den Herren die Teilnahmeberechtigung für die Finalspiele am Sonntag.

In der Vorrunde hatte sich Stuttgart mit drei Siegen problemlos ins Halbfinale gespielt. Dort unterlag man dann allerdings mit 20:23 dem Kontrahenten aus Kiel und musste sich mit dem ?kleinen Finale? begnügen, in dem sich die Schwaben mühelos gegen Gastgeber Bochum durchsetzten. Das Team der Ruhr-Uni hatte in der Vorrunde noch stark aufgetrumpft, unterlag im Halbfinale aber dem späteren Sieger aus Erlangen-Nürnberg dann deutlich mit 13:21 und hatte auch im Spiel um Platz drei beim 15:28 gegen Stuttgart keine Chance. Mit dem Ausscheiden Stuttgarts war klar, dass es einen neuen Titelträger geben würde. In einem spannenden Endspiel hatte am Ende die Mannschaft aus Erlangen-Nürnberg mit 23:19 die Nase vorn. Mit Oliver Groß stellten die Franken zudem den besten Spieler und zugleich auch den treffsichersten Torschützen des Turniers. Zum besten Torwart wurde der Kieler Thorsten Meyer gekürt. Und noch eine Bestmarke setzte ein Akteur der Uni Erlangen-Nürnberg: Sebastian Piller hämmerte beim Wettbewerb ?Wer hat den schnellsten Wurf?? den Ball mit gemessenen 108 km/h in die Maschen.

Bei den Frauen sicherte sich mit Erlangen-Nürnberg die Mannschaft den Titel, die die Hochschulmeisterschaften an beiden Tagen dominiert hatte. Einzig im Finale zeigte man eine kurze Schwächephase, siegte letztlich aber verdient. Bereits in der Vorrunde düpierte man die Konkurrenz ? darunter auch Vorjahressieger Berlin – und qualifizierte sich ohne Niederlage für die Vorschlussrunde. Dort spielte man Bielefeld mit 30:11 an die Wand und wartete dann auf seinen Finalgegner. Der hieß erneut Berlin, wobei die Hauptstädterinnen in ihrem Semifinale allerdings weitaus mehr Mühe als ihr Kontrahent hatten. Sie setzten sich nur knapp mit 19:18 gegen Kiel durch. Knapp war auch die Partie um Rang drei, die Kiel mit 17:16 für sich entschied. Das Finale schien dann eine einseitige Sache zu werden. Erlangen-Nürnberg führte zur Pause locker mit 12:5, ließ im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel allerdings etwas schleifen. Berlin nutzte seine Chance und glich ? angeführt von der starken Christine Beier, die beim Erstligisten FHC Frankfurt aktiv ist – kurz vor Schluss zum 18:18 aus. Doch das Team um die Nürnberger Nationalspielerin Anja Rösler schlug zurück und holte sich am Ende mit einem 21:19 den Titel. Der Rest war fränkischer Jubel. Gemeinsam mit den Männern endete der Sonntagnachmittag in Bochum mit einer feucht-fröhlichen Party. Zur besten Spielerin wurde die vom 1. FC Nürnberg spielende Kerstin Wohlbold gewählt, Torschützenkönigin wurde Christine Beier, beste Torfrau Kerstin Saamen aus Kiel und den schnellsten Wurf hatte die Kielerin Anja Fahrenkrog mit 86 km/h.

Organisiert wurden die Deutschen Hochschulmeisterschaften von Studenten der Sportfakultät der Ruhr-Universität Bochum. Unter der Federführung der ehemaligen Handballerin des SV Teutonia Riemke, Susanne Möller, war das dreitägige Spektakel in Bochum ein voller Erfolg.

Quelle: adh